Mittwoch, 15. Oktober 2014

Unterwegs in den Rocky Mountanis

Es war an der Zeit weiter zu fahren, jetzt wo alles geregelt war. Mit gemischten Gefühlen verabschiedeten wir uns von Danny und Debbie. Auf der einen Seite waren wir traurig, denn wir hatten hier eine tolle Zeit gehabt, 
aber auf der anderen Seite freuten wir uns auf unsere Weiterreise zu viert! 
Schweren Herzens verabschiedete ich mich noch von meinen Lieblingshunden, bevor wir Sass und Spider holten- auch für sie begann nun ein Abenteuer! 

Unsere erste Nacht zusammen im Auto war ziemlich chaotisch, aber schön.






Wie sonst auch klappten wir die Rucksitze um und verstauten unser ganzes Gepäck nach vorne. Allesamt quetschten wir uns hinten hin. Keiner wusste so recht, wo er sich hinlegen soll. Nach einer Weile fand dann endlich jeder eine Position,  in der man einigermaßen schlafen konnte.
Gerade hatten wir etwas Schlaf gefunden,  als sie plötzlich an den Fensterscheiben leckten! So 
verschlafen wie wir waren kapierten wir erst gar nicht, was mit ihnen los war. Wir dachten nur: "Was machen die dann jetzt?!"
Das war alles noch so neu für uns! Die gesamte Situation mit zwei Hunden! Sie hatten nur Durst gehabt- sonst nichts. Mittlerweile wird einer von uns direkt wach, wenn sie Wasser wollen. 

Unser neues Auto fuhr, nach anfänglichen Bedenken, ganz gut. Motoröl mussten wir zwar ständig nachfüllen und die Geschwindigkeitsanzeige setzte öfter aus, so dass wir eben schätzten, wie schnell wir waren,  aber solange das Auto fuhr, war uns das egal. Es fuhr und, das war die Hauptsache! 
Immerhin hatte es uns schon weit gebracht. Die nächsten Nationalparks auf unserer Strecke waren Jasper und Banff. Am Eingang vom Jasper Park fühlten wir uns etwas überrumpelt. An einer Art Grenzkontrolle, die plötzlich mitten auf der Straße stand, mussten wir uns schnell entscheiden,  für wie viele Tage wir bezahlen wollten,  ohne groß etwas über den Park zu wissen.

Wir waren eben noch auf einer normalen Straße und 2 Minuten später mittendrin im Nationalpark.




Obwohl wir schon Mitte September hatten,  befanden sich noch unzählige Touristen hier. Nach ein paar Minuten Fahrt, sahen wir etliche Autos und Busse am Straßenrand stehen und noch mehr Menschen. Fast jeder hatte eine Kamera in der Hand. Wir stiegen ebenfalls aus, um zu sehen, was da los ist. Ein großer Wapiti-Hirsch stand mit seiner Herde im Tal. Ein toller Anblick! Und das ganz in freier Natur- ohne Zaun und vor allem so nah! Der Hirsch beobachtete die Menschenmenge. Irgendwann wurde es ihm zu viel und er trieb seine Herde weiter weg.




Der Park war wunderschön! Je weiter wir rein fuhren, umso mehr gefiel er uns.

Der nächste Stop war richtig cool. Es sah aus wie ein riesengroßer, tiefer See. Das Wasser ging uns jedoch nur bis zu den Knöcheln! Egal wie weit wir liefen, das Wasser wurde nicht tiefer. So einen Spaziergang hatten wir auch noch nicht gemacht!  Es war toll! Und den Hunden gefiel es ebenfalls.





Was auch sehr schön war, waren die Athabasca und die Sunwapta Wasserfälle. Und der Maligne Canyon.

Maligne Canyon

Athabasca Wasserfall



Sunwapta Wasserfall

Auf dem Weg zum Banff Nationalpark fuhren wir am Athabasca Glacier vorbei. Dieser Gletscher ist ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit, der sein Schmelzwasser in drei Ozeane schickt: Atlantik, Pazifik und Polarmeer. Noch vor 100 Jahren 
füllte das Eis das gesamte Tal, durch das heute der Highway verläuft. Schilder am Straßenrand zeigen, wie schnell der Gletscher zurückwich.







Banff, der älteste Nationalpark in Kanada, war auch wunderschön!   
Wir wanderten zum Johnston Canyon,






bewunderten den berühmten Bergsee Lake Lousie




und verbrachten zwei schöne Tage im Ort Banff. Wir schlenderten durch die Souvenirgeschäfte





und besichtigten die Bow Wasserfälle im Ort.


Für Sass und Spider gab es einen tollen Hundepark, in dem sie sich austoben konnten!



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